PVC findet breite Anwendung in langlebigen Produkten wie Rohren, Profilen und Bauprodukten. Am Ende seiner Nutzungsdauer stehen Recyclingunternehmen und Hersteller vor zwei praktischen Möglichkeiten: der Entsorgung oder der Rückgewinnung als Rohstoff für neue Produkte. Recycling optimiert in der Regel beides: weniger Abfall auf Deponien und in Verbrennungsanlagen sowie einen geringeren Bedarf an neuem PVC-Harz.
Der Klimanutzen ergibt sich hauptsächlich aus vermiedene Jungfernproduktion und in einigen Fällen, vermiedene Entsorgungsauswirkungen. Die genauen Zahlen variieren je nach Strommix, Transportentfernung und Reinheitsgrad des PVC-Stroms. Daher ist es besser, die Einflussfaktoren zu verstehen, als sich auf eine einzige Prozentangabe zu verlassen.
Kurzgefasste Erkenntnisse
- Der größte Nutzen hinsichtlich der Emissionen ergibt sich aus dem Ersatz von Neuware durch recyceltes PVC in neuen Produkten.
- Saubere, gut sortierte PVC-Ströme lassen sich effizienter recyceln und liefern höherwertige Produkte.
- Zusatzstoffe spielen eine Rolle (insbesondere herkömmliche Stabilisatoren); Sortierung und Rückverfolgbarkeit schützen die Endmärkte.
Woher der CO2-Vorteil kommt
1) Vermeidung der Produktion von neuem Harz
Durch den Einsatz von recyceltem PVC anstelle von neuem PVC in einer Anwendung verringert sich der Bedarf an neuer Rohstoffproduktion und -verarbeitung. Dies senkt in der Regel die Emissionen über den gesamten Lebenszyklus, vorausgesetzt, die Transportwege sind angemessen und die Recyclingprozesse effizient.
2) Vermeidung der Entsorgung
Recycling verringert die Abfallmenge, die auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen landet, und kann die mit der Entsorgung verbundenen Umweltauswirkungen reduzieren. Entsorgungswege und ihre Auswirkungen unterscheiden sich regional erheblich.
Was macht das PVC-Recycling effizienter oder ineffizienter?
PVC-Recyclingprojekte funktionieren am besten, wenn der Materialstrom folgende Eigenschaften aufweist: – aus einer einzigen Quelle oder gut getrennt (Fenster und Rohre sind einfacher zu entsorgen als gemischter Abbruchabfall) – geringer Anteil an Nicht-PVC-Verunreinigungen (Gummidichtungen, Metalle, Holz, Isolierung) – kontrolliert auf Zusatzstoffe (Die Verwendung von bleistabilisiertem PVC aus älteren Ländern ist in einigen Märkten reguliert.)
Ausrüstung für das praktische PVC-Recycling
Die meisten Recyclinganlagen für Hart-PVC kombinieren folgende Schritte: – Zerkleinerung (Zerkleinern/Granulieren) – Entfernung von Verunreinigungen (Metallabtrennung, ggf. Waschen) – Trocknung und Klassifizierung – Wiederaufbereitung zu Mahlgut, Granulat oder Pulver, je nach Endmarkt
Bei Pulveranwendungen ist das Mahlen/Pulverisieren üblich (siehe Industrielle PVC-Pulverisierer für das Recycling von Rohren, Profilen und Schrott).
Wenn Sie verschiedene Hartkunststoffe (nicht nur PVC) verarbeiten, beginnen Sie mit einem modularen Anlagenkonzept für Hartkunststoffe und ergänzen Sie dieses bei Bedarf um PVC-spezifische Schritte (siehe [Link einfügen]). Wäscheleine aus Hartkunststoff für PP, HDPE, PVC).
Verwandte Energycle-Referenzen: – PVC-Recycling erklärt – Globale Statistiken zur PVC-Produktion und -Entsorgung – Industrielle PVC-Pulverisierer für das Recycling von Rohren, Profilen und Schrott – Wäscheleine aus starrem Kunststoff für PP, HDPE und PVC
Hinweis zu Konformität und “Altzusätzen”
Manche PVC-Abfallströme enthalten noch ältere Bleistabilisatoren. In der EU gelten Beschränkungen und Ausnahmeregelungen, und Käufer verlangen häufig Dokumente, die die Konformität und die sachgemäßen Verwendungsbedingungen belegen.
Häufig gestellte Fragen
Führt das Recycling von PVC immer zu einer Verringerung des CO2-Fußabdrucks?
Nicht automatisch. Der Nutzen hängt von der vermiedenen Primärproduktion, Ihrer Strom-/Wärmequelle, der Transportentfernung und dem Ertragsverlust durch Verunreinigungen und Feinanteile ab.
Was ist der größte Faktor, der den Klimanutzen des PVC-Recyclings verringert?
Instabile Rohstoffqualität. Wenn Sie aufgrund von Verunreinigungen Ertragseinbußen (übermäßiger Anteil an Feinanteilen, Ausschuss und Nacharbeit) hinnehmen müssen oder ineffizient produzieren, steigen die Emissionen pro Tonne nutzbarem Material.
Ist das mechanische Recycling von PVC “umweltfreundlicher” als das chemische/Rohstoff-Recycling?
Oftmals ist der PVC-Strom sauber und das mechanische Ausgangsmaterial verwendbar. Chemische Verfahren können komplexe Ströme aufbereiten, erfordern jedoch den Umgang mit Chlor/HCl und sind in der Regel energieintensiver.
Welche Geräteauswahl ist für Energieverbrauch und Emissionen am wichtigsten?
Eine stabile Zerkleinerung (weniger Feinanteile), effizientes Waschen/Separieren (falls erforderlich) und eine geeignete Trocknungsstrategie sind entscheidend. Überdimensionierung oder aggressive thermische Trennverfahren erhöhen in der Regel die Betriebsemissionen.
Abschluss
Das Recycling von PVC kann die Emissionen hauptsächlich dadurch reduzieren, dass Verdrängung von neuem HarzDer tatsächliche Nutzen hängt jedoch von der Ausbeute und der Prozessstabilität ab. Der zuverlässigste Hebel zur Emissionsreduzierung ist oft einfach: den Materialstrom sauber und gleichmäßig halten und die Anlage so auslegen, dass Ausschuss und Feinanteile minimiert werden (durch Waschen/Separieren und kontrolliertes Mahlen, wenn der Markt es erfordert).


