Starres Polypropylen (PP) und Polyethylen hoher Dichte (HDPE) gehören zu den am häufigsten recycelten Kunststoffen in industriellen Anwendungen. Sie stammen üblicherweise aus gebrauchten Verpackungen, Spritzgussteilen, Kisten, Behältern und Produktionsabfällen.
Nach dem Zerkleinern und Waschen werden diese Materialien typischerweise weiterverarbeitet zu Kunststoffflocken. Flocken allein sind jedoch schwer zu lagern, zu transportieren und wiederzuverwenden. Durch Pelletierung werden unregelmäßige Flocken in einheitliche Pellets, Dadurch wird eine stabile Weiterverarbeitung wie Spritzgießen, Extrusion oder Compoundierung ermöglicht.
Dieser Leitfaden erklärt wie steif PP- und HDPE-Flocken pelletiert werden, die damit verbundenen technischen Herausforderungen und wie man eine geeignete Pelletierungslösung für industrielle Recyclingprozesse auswählt.
Was ist die Granulierung von starren PP- und HDPE-Flakes?
Die Granulierung von Hartkunststoffflocken ist ein thermomechanisches Verfahren, bei dem gereinigte PP- oder HDPE-Flocken geschmolzen und zu standardisierten Granulaten umgeformt werden.
Im Vergleich zur direkten Wiederverwendung von Flocken bietet die Pelletierung mehrere Vorteile:
- Verbesserte Schüttdichte für einfachere Handhabung und Lagerung
- Gleichmäßige Zufuhr in nachgelagerten Anlagen
- Bessere Schmelzhomogenität und Produktstabilität
- Höherer Marktwert für Recyclingmaterial
Für industrielle Recyclingunternehmen ist die Granulierung oft ein entscheidender Schritt, der darüber entscheidet, ob recyceltes PP und HDPE wieder in hochwertige Anwendungen einfließen können.
Schrittweises Granulierverfahren für Hartkunststoffflocken
Auch wenn die Systemauslegungen variieren können, folgen industrielle Pelletieranlagen im Allgemeinen den gleichen Kernprozessschritten.
Zuführung und Vorverdichtung
Starre Kunststoffflocken weisen typischerweise eine geringe und ungleichmäßige Schüttdichte auf. Ein kontrolliertes Zuführsystem gewährleistet einen gleichmäßigen Materialeintrag in die Extrusionsstufe.
Die Vorverdichtung verbessert die Zuführungseffizienz, reduziert den Luftgehalt und stabilisiert den Durchsatz, was für einen kontinuierlichen Betrieb unerlässlich ist.

Plastifizierung und Schmelzhomogenisierung
Nach der Zufuhr in den Extruder werden die Flocken erhitzt, komprimiert und geschmolzen. Eine korrekte Plastifizierung ist für starres PP und HDPE entscheidend, da Materialvorgeschichte, Verunreinigungsgrad und Flockengröße stark variieren können.
Gleichmäßiges Schmelzen gewährleistet einen gleichmäßigen Schmelzfluss und minimiert Qualitätsschwankungen bei den fertigen Pellets.
Vakuumentgasung
Feuchtigkeit, Waschmittelreste und flüchtige Stoffe mit niedrigem Molekulargewicht können auch nach dem Waschen in recycelten Flocken verbleiben.
Durch Vakuum-Entgasung werden diese unerwünschten Bestandteile aus der Kunststoffschmelze entfernt, wodurch die Oberflächenqualität der Pellets, die mechanischen Eigenschaften und die Geruchskontrolle verbessert werden. Dieser Schritt ist besonders wichtig für Anwendungen, die ein stabiles Verarbeitungsverhalten erfordern.
Schmelzefiltration
Verunreinigungen wie Papierfasern, Aluminiumfragmente oder Etikettenreste können die Pelletqualität und nachgelagerte Anlagen negativ beeinflussen.
Durch Schmelzfiltration werden diese Verunreinigungen aus dem geschmolzenen Kunststoff entfernt, wodurch die Werkzeuge geschützt und sauberere, gleichmäßigere Pellets gewährleistet werden.
Pelletierung und Kühlung
Die gereinigte Schmelze wird anschließend mittels eines für Hartkunststoffe geeigneten Granulierverfahrens zu Granulat verarbeitet. Nach der Granulierung wird das Granulat abgekühlt und getrocknet, um eine sichere Lagerung und Handhabung zu gewährleisten.
Eine einheitliche Pelletgröße verbessert die Fließfähigkeit, die Dosiergenauigkeit und die Verarbeitungsstabilität in nachfolgenden Herstellungsschritten.
Wichtigste Herausforderungen bei der Pelletierung von starren PP- und HDPE-Flocken
Die Pelletierung von Hartkunststoffen stellt besondere Herausforderungen dar, die auf Systemdesignebene angegangen werden müssen:
- Variable Flockengeometrie aus verschiedenen Zerkleinerungsprozessen
- Uneinheitlicher Feuchtigkeitsgehalt nach dem Waschen
- Restkontamination die Schmelzqualität beeinflussen
- Materialermüdungsrisiken durch übermäßige Hitze oder Scherkräfte
Das Verständnis dieser Herausforderungen ist unerlässlich, um Pelletierlösungen für den langfristigen industriellen Einsatz zu bewerten.
Einstufige vs. zweistufige Pelletiersysteme
Harte PP- und HDPE-Flakes können mit verschiedenen Systemkonfigurationen pelletiert werden. Die gängigsten Verfahren sind die einstufige und die zweistufige Pelletierung.
Einstufige Systeme
- Einfacheres Layout
- Geringere Anfangsinvestition
- Geeignet für saubere, gut zubereitete Flocken
Zweistufige Systeme
- Verbesserte Entgasungsleistung
- Verbesserte Schmelzstabilität
- Bessere Handhabung von variablem oder verunreinigtem Eingangsmaterial
Die optimale Wahl hängt vom Materialzustand, den Qualitätszielen und den Produktionsanforderungen ab.
Wie man das richtige Granuliersystem für Hartkunststoffe auswählt
Bei der Bewertung von Pelletierungslösungen sollten industrielle Recyclingunternehmen folgende Faktoren berücksichtigen:
- Qualität der Eingangsmaterialien (Sauberkeit, Feuchtigkeit, Konsistenz)
- Zielkugelanwendung (Spritzgießen, Extrusion, Compoundierung)
- Erforderliche Ausgangsstabilität und Pelletgleichmäßigkeit
- Betriebssicherheit für die kontinuierliche Produktion
- Zukünftige Skalierbarkeit und Integration mit Wasch- oder Mischanlagen
Ein System, das auf die realen Produktionsbedingungen abgestimmt ist, bietet eine höhere Effizienz, geringere Ausfallzeiten und eine besser vorhersagbare Pelletqualität.
Industrielle Granulieranlagen für starres PP und HDPE
Für das Recycling im industriellen Maßstab sind speziell angefertigte Granuliermaschinen erforderlich, die starre PP- und HDPE-Flocken effizient verarbeiten und gleichzeitig eine gleichbleibende Granulatqualität gewährleisten.
👉 Empfohlene Lösung:
Granuliermaschine für starre PP- und HDPE-Kunststoffflocken
Diese Anlage wurde speziell für Anwendungen im Bereich des Hartplastikrecyclings entwickelt und vereint stabile Zuführung, effektive Entgasung und zuverlässige Granulierung in einer einzigen industriellen Lösung.
Abschließende Gedanken
Die Granulierung von starren PP- und HDPE-Flocken ist ein entscheidender Schritt bei der Umwandlung von recycelten Kunststoffen in nutzbare industrielle Rohstoffe. Ein klares Verständnis des Prozesses, der Herausforderungen und der Kriterien für die Systemauswahl ermöglicht es Recyclingunternehmen, fundierte Entscheidungen zu treffen und konsistente Produktionsergebnisse zu erzielen.
Durch Trennung Prozesskenntnisse aus Geräteauswahl, Recyclingunternehmen können so Lösungen besser bewerten und effiziente, skalierbare Recyclinganlagen aufbauen.






